Virtuelle Freizeitgestaltung nimmt zu

Ein Drittel der Freizeit erfolgt mit technischen Geräten.

Macht uns die Technik weniger gesellig? Die Technik hat unser Freizeitverhalten in den letzten Jahren deutlich beeinflusst. Mehr als ein Drittel der gesamten Freizeit - rund 14 Stunden pro Woche - verbringen junge Menschen heute mit einem technischen Gerät, wie neue Studien zeigen. Vor allem Männer im Alter von bis zu 25 Jahren nutzen technische Geräte wie Handys, Tablets, E-Reader und Laptops. Die Nutzung der Geräte beansprucht rund 35 % ihrer Freizeit. Bei jungen Frauen liegt der Anteil mit 29 % nur geringfügig niedriger.

Der höchste Anteil der Zeit, die für die Nutzung von Geräten aufgewendet wurde, entfällt dabei für persönliche Hobbys, Computer oder Live Spiele . Die Zahlen beinhalten auch die Gerätenutzung für die Suche im Internet, das Chatten mit einem Mobiltelefon oder Tablet sowie Glücksspiele in einem Online Casino. Menschen in dieser Altersgruppe sind zugleich meist große Nutzer von Social Media. Dies kann den hohen Geräteeinsatz der jungen Menschen im Vergleich zu anderen Altersgruppen erklären.

Weniger Zeit für Sport und Kultur

Die Menschen verbringen weniger Freizeit damit, aktiv zu sein. Im Vergleich zu 2000 verbringen die Menschen heute im Durchschnitt weniger Freizeit für Aktivitäten wie Sport und Kultur. Dabei wird Erwachsenen im Alter von 19 bis 64 Jahren empfohlen, regelmäßig eine Mischung aus Aerobic- und Kraftübungen durchzuführen. Dies könnte 150 Minuten aerobe Tätigkeiten an zwei Tagen pro Woche umfassen, sowie Übungen, die alle Muskelgruppen des Körpers beanspruchen.

26 % der Erwachsenen hierzulande werden als körperlich inaktiv eingestuft. Dies bedeutet weniger als 30 Minuten körperliche Aktivität pro Woche. Im Vergleich zu den 60er Jahren sind die Menschen in Deutschland heute rund 20 % weniger aktiv. Dazu führten unterschiedliche Faktoren. War es vor einigen Jahren der Aufstieg des Autoeigentums, so ist es nunmehr die Popularität der im Sitzen ausgeführten Tätigkeiten wie Videospiele oder Computer.

Werden wir weniger kontaktfreudig?

Im Jahr 2015 verbrachten die Menschen durchschnittlich rund sechs Stunden pro Woche mit sozialen Kontakten. Dies ist ein Rückgang von 12,7 % seit 2000. Verglichen mit der gesamten verfügbaren Freizeit - 38 Stunden pro Woche für Frauen und 43 Stunden pro Woche für Männer - ist dies nur ein kleiner Teil der gesamten Freizeit. Im Vergleich dazu macht der Massenmedienkonsum, zum Beispiel Lesen, Musikhören oder Fernsehen, etwa die Hälfte der gesamten Freizeit aus. Menschen können Mobiltelefone benutzen, um beim Fernsehen Kontakte zu knüpfen. Jedoch ist dies nicht unbedingt eine persönliche Kommunikation.

Mit zunehmender Verwendung technischer Geräte sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass die Menschen sich treffen und Kontakte knüpfen. Der Internetzugang ermöglicht es Menschen, mit Freunden über Social Media Apps zu kommunizieren, aber sie tun dies immer noch allein. Die Daten der Studie zeigen, dass von der gesamten Freizeit, die mit einem Gerät verbracht wird, knapp die Hälfte allein verbracht wird.

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