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Pfui DFB und Deutscher Fußball

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Bildnachweis: By Original: Unknown scan: Esteban Cuya [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons"

Hat die Nationalmannschaft Angst, in Gedenken an Elisabeth Käsemann eine Schweigeminute zu halten?

Wäre es nicht angebracht, beim "Freundschaftsspiel" Deutschland : Argentinien an "Elisabeth Käsemann" zu erinnern und eine Schweigeminute abzuhalten? Elisabeth Käsemann, die in Argentinien 1977 umgebracht wurde, als die Fußballnationalmannschaft just zu diesem Zeitpunkt ebenfalls ein Freundschaftsspiel gegen Argentinien durchführte war nicht nur ein Teil der Spieler nach dem Fußballspiel geschockt und empört über den DFB und die FIFA, die nichts unternahmen um sie aus Folter und Gefangenschaft freizubekommen.

Zur Erinnerung: 1977 wurde Elisabeth Käsemann, die von der argentinischen Militärdiktatur eingesperrt und gefoltert wurde, während eines Freundschaftsspiels zwischen Deutschland und Argentinien ermordert. de6f1b56fa4e4b60aad130e0ac7ee31b

DFB-Präsident Hermann Neuberger, dessen Stimme auch innerhalb der FIFA Gewicht hatte, mochte die argentinische Militärdiktatur grundsätzlich nicht als Diktatur bezeichnen, lobte sogar das harte Durchgreifen von General Videla. So lehnte er auch trotz Wissens über den Fall von Elisabeth Käsemann jede Aktion oder diplomatische Gespräche von DFB oder FIFA in Bezug auf die im Foltergefängnis festgehaltene Deutsche ab und verhinderte, dass die Mannschaft über den Fall informiert wurde. "Es gibt nur ein Fußballspiel, wenn ihr die Frau freilasst." Der Anruf blieb aus, was den damaligen Südamerika-Korrespondenten des "Spiegel", Hellmuth Karasek, dazu brachte, den DFB-Präsidenten einen "Kollaborateur" zu nennen.“

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB), der dezidiert über den Fall Käsemann informiert gewesen war, hielt das Thema unterm Deckel. Schon weil man sich den Argentiniern verpflichtet fühlte, die durch ihr Wirken in den internationalen Gremien mit dafür verantwortlich waren, dass die WM 1974 in Deutschland ausgetragen worden war. Eine Hand wäscht die andere.

Hermann Neuberger, seinerzeit DFB-Präsident, schämte sich nicht, den ehemaligen Wehrmachtsoffizier und späteren NS-Fluchthelfer Hans-Ulrich Rudel im Quartier der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zu empfangen. Und Berti Vogts, damals Kapitän des deutschen Teams, sprach lobend von Argentinien als „Land, in dem Ordnung herrscht. Ich habe keinen einzigen politischen Gefangenen gesehen“.

Paul Breitner stellte hingegen die Frage „wenn man da nicht empört sein soll?“ und Karl-Heinz Rummenigge fand, Bonn und der DFB hätten sich verhalten wie die drei Affen: nichts hören, nichts sehen, nichts sagen.

Weitere Informationen zum Fall Elisabeth Käsemann:

https://de.wikipedia.org/wiki/Das_M%C3%A4dchen_%E2%80%93_Was_geschah_mit_Elisabeth_K.%3F  

https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_K%C3%A4semann 

https://www.youtube.com/watch?v=r_DaItS4IwE 

https://www.youtube.com/watch?v=TvAIdOz7npg 

http://www.3sat.de/page/?source=/ard/sendung/182455/index.html 

http://menschenrechte.org/wp-content/uploads/2014/10/Das-AA-und-die-Ermordung-Elisabeth-K%C3%A4semanns2014.pdf 

Bildnachweis: Wikipedia

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Gerd Bruckner

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