USA entwickeln verbotene Chemiewaffen!Geheimprogramm testet neue Granaten für die Ausbreitung von Chemiewaffen.Ein klarer Verstoß gegen die Chemiewaffen-Konvention und eine Farce bei der Argumentationsreihe im Rahmen der Auseinandersetzung von USA und dem IRAK.Wie das international agierende Sunshine Project berichtet, unterhalten die US-Militärs ein Forschungs- und Entwicklungsprogramm für chemische Waffen, das internationale Abrüstungsvereinbarungen verletzt. Die Enthüllungen sind das Ergebnis 18monatiger Recherchen über das Joint Non-Lethal Weapons Directorate (JNLWD) des amerikanischen Verteidigungsministeriums. Mit Hilfe des "Freedom of Information Act" wurden Pentagon-Dokumente recherchiert, die die Vorwürfe stützen und belegen. Eine Vielzahl an Dokumenten, von denen viele auf den Internet-Seiten des Sunshine Project verfügbar sind, zeigen zweifelsfrei, dass das JNLWD ein illegales und geheimes Chemiewaffen-Programm betreibt. Im Detail wirf das Sunshine Project dem JNLWD vor, 1. ein Forschungs- und Entwicklungsprogramm über den Einsatz toxischer Chemikalien als Waffen zu betreiben. Unter anderem handelt es sich dabei um Betäubungsmittel und psychoaktive Substanzen. Dieses Programm verletzt das Chemiewaffen-Übereinkommen (CWÜ); 2. militärische Systeme mit großer Reichweite zu entwickeln, um diese Chemikalien auszubringen. Unter anderem betrifft dies 81mm Granaten. Auch dieses Programm verletzt das CWÜ; 3. das Chemiewaffen-Programm zu betreiben, obwohl es sich vollkommen der Tatsache bewusst ist, damit gegen das CWÜ und interne Regelungen des US-Verteidigungsministeriums zu verstoßen; 4. das illegale Programm zu vertuschen, indem es sogar die eigene Interpretation des CWÜ als "Geheim" einstuft und den Zugang zu Dokumenten unter dem US Freedom of Information Act zu blockieren versucht.
Auf den Seiten
des Sunshine Project USA finden sich mehr als zwei Dutzend
Originaldokumente
im Volltext. Dort ist auch eine
Karte des US-Chemiewaffen-Programms
mit Auszügen aus den wichtigsten Dokumenten erhältlich. Alle
Behauptungen im folgenden Text sind mit Quellenangaben belegt. Alle
unten aufgeführten Zitate wurden vom Sunshine Project ins Deutsche
übersetzt, die Originalzitate finden sich in der englischsprachigen
Presseerklärung
hier.
Die Waffen Das Geheimprogramm des JNLWD bezieht sich nicht auf tödliche Chemikalien wie VX-Nervengas oder Sarin. Der Schwerpunkt liegt vielmehr auf so genannten "nicht-tödlichen" Chemiewaffen, die Menschen außer Gefecht setzen. Die wissenschaftlichen Berater des JNLWD definieren als "nicht-tödlich" solche Waffen, die maximal eines von hundert Opfern töten oder dauerhaft schwer verletzen. Die Forschungsdirektoring des JNLWD äußerte gegenüber einem amerikanischen Militärmagazin: "Wir brauchen etwas neben Tränengas, so etwas wie ruhigstellende Substanzen ("Calmatives"), Betäubungsmittel, die die Leute in Schlaf oder gute Laune versetzen" (2). Diese Waffen sollen eingesetzt werden gegen "potentiell feindliche Zivilisten", in Anti-Terror-Operationen, Aufstandsbekämpfung und anderen militärischen Operationen. Der Schwerpunkt der JNLWD Aktivitäten liegt auf Drogen und pharmakologisch wirksamen Chemikalien, insbesondere so genannte "Calmatives", ein militärischer Begriff für Bewusstseins verändernde oder Schlaf auslösende Chemiewaffen. Andere Chemikalien, die in den Dokumenten als militärisch nützlich erwähnt werden, sind krampfauslösende Mittel ("convulsants") sowie Wirkstoffe, die in den klinischen Versuchen für eine Arzneimittelzulassung aufgrund von gefährlichen Nebenwirkungen gescheitert sind . Dieses Interesse an "Calmatives" wurde bereits in früheren Publikationen des Sunshine Project offengelegt . Doch neue Dokumente beweisen auch die Existenz eines weit fortgeschrittenen Entwicklungsprogrammes für Systeme zur Ausbringung von Chemikalien über große Distanzen. Insbesondere handelt es sich um "nicht-tödliche" Projektile für einen 81mm Mörser mit einer Reichweite von 2,5 km, die speziell für die Standardmörser der US-Militärs (der M252 Mörser) entwickelt werden. Die Photos oben zeigen diese Projektile sowie ein Test und einem dafür geeigneten System zum Versprühen von Chemikalien ("Chemical Aerosol Cannister") . JNLWD hat General Dynamics - das Unternehmen, das diesen Cannister entwickelt hat - kürzlich mit methodischen Fragestellungen beauftragt, z.B. um die erzeugten Aerosole genauer zu charakterisieren und die bei unterschiedlichen Explosionshöhen jeweils eingenebelte Fläche zu berechnen. Eine chemische Granate mit einer Reichweite von 2,5 Kilometern hat ausschließlich militärische Anwendungen und kann auf keinen Fall mit Anwendungen in der inneren Aufstandsbekämpfung gerechtfertigt werden. Notwendige Schritte 1. UN-Inspektoren in die USA: Das Sunshine Project fordert die USA auf, das Chemiewaffen-Programm sofort einzustellen. Vor allem jedoch wird das Sunshine Project alle Fakten und Belege auf der 7. Vertragsstaatenkonferenz zum CWÜ vortragen. Auf dieser Konferenz, die am 7. Oktober in Den Haag beginnt, wird das Sunshine Project den Fall allen Regierungen vortragen und die Organisation über das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) bitten, ein Team von UN-Waffeninspektoren für eine Untersuchung in die USA zu senden. 2. Kontrolle innerhalb der USA: Das Sunshine Project fordert den US-Kongress auf, die Verletzung von Rüstungskontroll-Abkommen durch JNLWD zu untersuchen, öffentliche Hearings abzuhalten, JNLWD und dessen Vorgesetzte für alle Handlungen zur Verantwortung zu ziehen, die Finanzierung des JNLWD einzufrieren und unverzüglich alle JNLWD Dokumente öffentlich zugänglich zu machen. Edward Hammond, Direktor des Sunshine Project USA, sagt dazu: "Wir haben klare Beweise für ein illegales und schändliches Chemiewaffen-Programm der USA. Diese Programm ist vor allem deshalb so verwerflich, weil die US-Truppen bei einem Einmarsch in den Irak verbotene Chemiewaffen einsetzen könnten, um die Entwicklung verbotener Chemiewaffen im Irak zu verhindern." Jan van Aken vom deutschen Büro des Sunshine Project, fügt hinzu: "Die US-Regierung hat bei Abrüstungsverhandlungen anderen Ländern Verstöße vorgeworfen. Wir haben es schriftlich, dass die britische Regierung im JNLWD-Programm einen Verstoß gegen das CWÜ sieht. Das wird jedoch nur hinter verschlossenen Türen so geäußert (8). Die europäischen Regierungen müssen jetzt auch in aller Öffentlichkeit das amerikanische Programm kritisieren. Wer schweigt, macht sich mitschuldig." Es zeigt sich also, dass die Weltmacht USA und deren Regierung gerne mit dem Finger auf Andere zeigt, sich selbst aber als das Nonplusultra sieht das alles machen darf. Was soll's auch - die deutsche Bundesregierung hat derzeit eh den schwarzen Peter und steht am Schluss allein als Schwächling da. Tja Deutschland hat halt dazugelernt und die USA seit Vietnam halt einfach nicht. Es soll Keiner sagen dass er davon nichts wusste und die nichts wussten sollen später nicht dastehen und sagen "wir konnten ja eh nichts tun". Oh doch - es findet derzeit eine Marketingschlacht statt die mit Millionen Dollar geführt wird. Unsere Redaktionsmitarbeiter sind mit vielen amerikanischen Bürgern befreundet und viele amerikanische Bürger sind, wie wir, nicht für den Krieg mit dem IRAK und auch nicht für chemische und biologische Waffen. Denn es kann auch ohne Krieg eine Entwaffnung des IRAK erfolgen und das auf der Grundlage der Resolution 1441 der UN. Unsere Empfehlung: Helfen und unterstützen Sie das Sunshine Projekt bei seiner Arbeit. Schreiben Sie an die Verantwortlichen und zeigen Sie, dass Sie damit nicht einverstanden sind; denn diese Welt gehört uns und keiner Regierung. UN Secretary
General Kofi Annan ecu@un.org ,
coi@un.org US President
George W. Bush
president@whitehouse.gov "Secretary of
State, Colin Powell"
secretary@state.gov , Jacques Chirac Emailform www.elysee.fr/ang/ecrire/mail_.htmVice Präsident der USA: vice.president@whitehouse.gov Council of the European Union public.info@consilium.eu.int Spanien:
Javier.Sancho-Velazquez@consilium.eu.int United Nations
Secretary General coi@un.org Europäische Union civis@europarl.eu.int , public.info@consilium.eu.int Bundeskanzler Schröder: bundeskanzler@bundeskanzler.de Aussenminister J. Fischer: poststelle@auswaertiges-amt.de (gb) |