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Beginnt der Paradigmenwechsel mit dem Bürgergeld und Grundeinkommen?
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Pro Bürgergeld und Sozialisierung von Grund und Boden für Alle

„Drei Viertel der Bürger würden sich mit einem geringeren Zuwachs an materiellem Wohlstand abfinden, wenn dadurch die Umwelt für künftige Generationen besser erhalten und die öffentliche Verschuldung gesenkt werden könnten. Einen Wohlstand, der durch Schädigung der Umwelt oder hohe Staatsverschuldung erkauft wird, lehnen mehr als 80 Prozent ab. „sein Leben selbst zu bestimmen“ (66 Prozent) und „das friedliche Zusammenleben mit Menschen“ sowie „soziales Engagement“ (58 Prozent) werden mit Abstand für wichtiger gehalten, als „Geld und Besitz zu mehren“ (12 Prozent)“. 596a14a0682345c6a386cdbbf41a1d14Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag der Bertelsmann Stiftung (Gütersloh) im August 2010 und diese Zahl dürfte seit der Finanzkrise (Bankenkrise) noch zugenommen haben.

Mit der weltweiten Abwahl der Altparteien und deren vermeintlichen Elite trat zu Tage, was jedes Spatzenhirn schon lange weiss. "Sie wissen nicht was sie tun" und wollen den Status Quo aufrecht erhalten. Die Beispiele in Nordafrika, Israel und Palestina, und jetzt bei Syrien zeigen exemplarisch, dass Feudalismus und Ausbeutung ebenso zu Ende gehen, wie die offensichtlichen Lügen (Atomenergie) und der Lobbyismus der Großindustrie. Das System macht zwar noch weiter wie bisher. Putin wird hofiert, weil wir ja das Gas von Russland beziehen wollen. China wird hofiert, weil wir ja bestens Geschäfte dort machen und die Automobilindustrie ja besonders wichtig erscheint. doch die Probleme werden damit nicht gelöst. Die Abhängigkeit alter Denkmuster wird durch das Internet mittlerweile negiert. Die Überraschung durch das Auftreten neuer Parteien, nicht nur in Deutschland und Griechenland, spricht Bände.

Immer mehr Bürger verweigern die Gefolgschaft und wehren sich gegen das bisherige System, welches vermeintlich der große Wurf ist. Die Probleme bleiben beim jetzigen System nämlich weiter bestehen und werden nur mm-meter-weise angegangen.

Die Gesellschaft will sich dem Diktat des vermeintlich "machbaren" aber nicht mehr beugen und faule Kompromisse nicht mehr hinnehmen. Die globalen Probleme nehmen zu und die Medien wechseln jeden Tag den Fokus, weil die Probleme immer mehr werden und nicht gelöst werden. Der Beginn eines Umbruchs kann jedoch, sofern der Wille vorhanden ist, schnell erfolgen und wird weltweit Furore machen: Mit dem Bürgergeld für Alle.

Bürgergeld oder auch ein sog. Grundeinkommen wird das soziale System in Deutschland und Europa völlig umkrempeln und es wird Zeit, sich diesem Thema verstärkt anzunehmen, weil es eine grundsätzliche Antwort auf die drängenden Fragen liefert und ein wichtiger Beginn ist, für das Glück jedes Einzelnen zu sorgen.

Jeder ist seines Glückes Schmied. Dieser Spruch hatte noch selten seine Gültigkeit, weil die Ausgangspositionen noch nie gerecht und gleich waren. Erst unter Berücksichtigung des Bürgergeldes für Alle und der leihweisen Nutzungsmöglichkeit von Grund und Boden, können Lebensmodelle, das eigene Glück zu schmieden, von den willigen Bürgern in der Gesellschaft erlebt und ausgelebt werden. Mit dem Bürgergeld und der Möglichkeit Grund und Boden sich zu "leihen" - nicht verkäuflich - sind Bürger erstmals in der Lage, frei zu bestimmen, was sie für einen Beitrag zur Gesellschaft leisten möchten und leisten können, unabhängig von den Einengungen des Gesellschaftssystems und der eigenen Ausgangsposition. Ausbeutung kann nicht mehr so einfach stattfinden (Ein-Euro-Jobs, als Beispiel, sind dann nicht mehr möglich) und das "Kapital" kann neue Marktteilnehmer nicht mehr so leicht ausbremsen.

Die bisherige Formel aus der Finanzkrise hat ausgedient. Das Geld müssen die Schuldner erhalten und zahlen damit die aufgelaufenen Schulden bei den Banken. Warum soll eine Bank Geld von der Gemeinschaft erhalten und leistet im Gegenzug keinerlei Beitrag für die Allgemeinheit? Warum sollen die Bürger weiterhin Schulden bei Banken haben und Zinsen zahlen, obwohl sie den Finanzmärkten ihr Geld geben. Es ist ja schließlich das Geld der Gesellschaft, also der Bürger und nicht irgendeiner dritten Person.

Nur wer seine Grundausstattung für ein sorgenfreies Leben besitzt und das ist die Aufgabenstellung weltweit, (siehe hierzu einmal mehr die bekannte Maslow-Pyramide) kann frei entscheiden, wie er leben möchte.

Wir müssen jetzt sofort radikal umsteuern und das mit der gleichen Energie, wie wir es beim Konsum täglich betreiben. Konsum und Lebensqualität schließen sich nicht aus, aber beide sind nicht selbstverständlich – sie müssen hart erarbeitet werden, sofern man nicht zu der Schicht der Gesellschaft gehört, die glaubt, es gehört alles ihr und sie gibt hie und da etwas ab, um die Revolution zu verhindern. Bis jetzt wird die Abhängigkeit weiter vorangetrieben, was sich darin manifestiert, dass Konzerne sich unter Beifall der Gesellschaft und deren Medien sich alles und jedes patentieren lassen und Ressourcen der Gesellschaft abkaufen um dann diese Gesellschaft von ihnen abhängig zu machen.

Wann wurde die Gesellschaft überhaupt befragt und wann erteilte die Gesellschaft den Regierenden den Auftrag aus Allgemeingut ein Privatgut zu machen? Die Regierenden geben Zuschüsse und Fördermittel um Produkte und Verfahren auf den Markt zu werfen, deren Allgemeingut nur zu Beginn Bestand hat – bei Erfolg ist dann keine Rede mehr die Gesellschaft daran zu beteiligen – bei Misserfolg umso mehr.

Natürliche Produkte oder die ganze Natur patentrechtlich schützen zu können ist perfide. Nicht nur der Mensch ist ein Teil des Kosmos – die Natur und deren Ressourcen zählen ebenso dazu und gehören uns allen. Denn die Gesellschaft hat mit früheren Generationen dafür gesorgt, dass diese Ressourcen überhaupt vorhanden sind. Dass sich Zeiten ändern und die Anforderungen und Wünsche der Gemeinschaft einem permanenten Wandel unterliegen, darf nicht dazu führen, dass alte Muster aus Gefälligkeit und Bequemlichkeit bestehen bleiben.

Wer die Gesellschaft für sich einbindet hat sich deren Regeln auch zu unterwerfen. Ein Thema dabei ist und bleibt für Alle, dass die Regeln verstanden werden, transparent und jedermann zugänglich sind. Eine Gesellschaft, die einen Sprachtest verlangt, sollte also überlegen, ob es nicht auch einen Eignungstest für das Regelwerk der Politiker und deren Gesetze geben sollte.

Das Bürgergeld für Jeden ist deshalb eine einfache Sache und benötigt so gut wie keine Verwaltung, weil klar geregelt und für alle gleich hoch. So verwaltungsfrei das Bürgergeld ist und damit die Verwaltung in den Hintergrund rückt, so wichtig ist es, die Gesetze zu vereinfachen und auf den Prüfstand zu bringen.

Das Bürgergeld ist ein Anfang für eine Modernisierung des zusammenlebens und wir sollten uns damit sputen.

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Gerd Bruckner

Chefredakteur

 

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