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Lincoln in 12 Kategorien beim 85. Oscar nominiert

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Die 85. Verleihung der Oscars findet am 24. Februar 2013 im Dolby Theatre in Los Angeles statt.

In einer feierlichen Zeremonie verkündeten Emma Stone und Seth Mac Farlane im Academy’s Samuel Goldwyn Theatre in Beverly Hills die Nominierungen der Filmschaffenden, die sich dieses Jahr Hoffnungen auf den wichtigsten Filmpreis der Welt machen dürfen. "LINCOLN" wurde bei den 85. Academy Awards, vergeben von der US-amerikanischen Academy of Motion Picture Arts and Sciences ( AMPAS) in 12 Kategorien nominiert.

 

„Wenn Sklaverei nicht falsch ist, ist nichts falsch.” – Abraham Lincoln, in einem Brief, geschrieben im Dezember 1865

In den letzten vier Monaten seiner Präsidentschaft– und seines Lebens – manifestierte sich die ganze Größe Abraham Lincolns. Er schlug seine letzte große Schlacht und bewies Leidenschaft und Humanität, als er alles daran setzte, die Nation zu einen – allen Unwahrscheinlichkeiten, allem persönlichen und öffentlichen Druck zum Trotz.   

Es dauerte zehn Jahre, bis Spielberg und Drehbuchautor Tony Kushner, die zuvor bei MUNICH („München“, 2005) kooperiert hatten, den geeigneten Zugang zum Stoff gefunden hatten.

Steven Spielbergs LINCOLN gewährt einen tiefen Einblick in die schwierigsten und gefährlichsten Stunden eines großen amerikanischen Staatsmannes, in einem Moment, in dem sich die dunklen der Sklaverei gerade lichteten  und  eine vom Krieg gespaltene Nation wieder zusammen geführt werden musste.

Das eindringliche menschliche Drama spielt zum Ende des verheerenden Bürgerkrieges. An Lincoln liegt es nicht nur, die Kampfhandlungen zu beenden, es muss ihm auch gelingen, den 13. Verfassungszusatz durchzusetzen, der eine endgültige Abschaffung der Sklaverei gesetzmäßig verankern wird. Diese Tat setzt wahrhaften Mut voraus. Lincoln muss sich all seines Verhandlungsgeschicks und seiner moralischen Stärke besinnen – und wird dafür zur Legende werden. Die Auswirkungen seiner Taten setzen ihn einer starken Belastungsprobe aus, gleichermaßen auf persönlicher wie nationaler Ebene. Aber genau das ist Lincoln immer zuvorderst am Herzen gelegen: Gerechtigkeit für alle – für sein Land und die, die er liebt. Er scheut sich nicht, die Nation zur Einheit zu zwingen, er muss dazu  jedoch die Opposition in seiner Regierung von seinen Vorstellungen überzeugen. Nur so kann er sein Ziel erreichen, die Welt zu einem gerechteren Ort zu machen.

Der Film basiert auf einem vielschichtigen Drehbuch des mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Tony Kushner. Spielbergs schonungslos menschliche Art des Geschichtenerzählens und das subtile Spiel des von Daniel Day-Lewis angeführten Ensembles geleiten den Zuschauer tief hinein in das Herz und die Seele von Lincoln und zeugen von dessen großen Leistungen. Lincoln ist ein Mann der Paradoxe: witzig und würdig, verspielter Geschichtenerzähler und gnadenloser Machtmensch, gerissener Feldherr und verletzlicher Vater. In den dunkelsten Stunden der amerikanischen Geschichte wächst er über sich hinaus, nimmt seine ganz Kraft zusammen, um ein Vermächtnis für die Ewigkeit zu hinterlassen.

Neben dem außergewöhnlichen politischen Genie, das an die Demokratie glaubte und den 13. Zusatzartikel in der Verfassung verankerte, gab es auch noch den ebenso faszinierenden Privatmann Lincoln. Während er auf dem Kapitol und dem Schlachtfeld seine Feinde bekämpfte, musste er auch zu Hause schwere Krisen überstehen. Da war zum einen seine starke, leidgeprüfte Frau, zum anderen der Sohn, der unbedingt in den Krieg ziehen wollte, den Lincoln zu beenden gedachte.  

Für die Rolle der First Lady Mary Todd Lincoln wandte sich Spielberg an Sally Field, die für ihre Parts in NORMA RAE („Norma Rae“, 1979) und PLACES IN THE HEARTS („Ein Platz im Herzen“, 1984) mit Oscars prämiert wurde.

LINCOLN ist im Rennen um den Oscar® für den Besten Film, Beste Regie (Steven Spielberg), Bester Hauptdasteller ( Daniel Day-Lewis), Beste Nebendarstellerin (Sally Field), Bester Nebendarsteller (Tommy Lee Jones), Bestes Drehbuch (Tony Kushner), Beste Filmmusik (John Williams), Bester Schnitt (Michael Kahn A.C.E.), Beste Kamera (Janusz Kaminski), Bestes Production Design ( Rick Carter), Bestes Kostümdesign ( Joanna Johnston) und Bestes Sound Mixing (Andy Nelson, Gary Rydstrom and Ronald Judkins)

Kinostart: 24. Januar 2013 im Verleih von Twentieth Century Fox

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Gerd Bruckner

Chefredakteur

 

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