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ELSER - er hätte die Welt verändert

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Deutsche Geschichte mit Nachwirkungen ab 2. April im Kino

Die Geschichte: Während der Jubiläumsrede Hitlers am 8. November 1939 wird ein Mann an der Grenze zur Schweiz wegen des Besitzes verdächtiger Gegenstände festgenommen. Nur Minuten später explodiert im Münchner Bürgerbräukeller unmittelbar hinter dem Rednerpult des „Führers“ eine Bombe und reißt acht Menschen in den Tod. Der Mann ist Georg Elser (Christian Friedel), ein Schreiner aus dem schwäbischen Königsbronn.

Diesem Mann ist der neue Film "ELSER" gewidmet und viele Menschen wollen mehr über diesen Mann erfahren. Ist er doch Teil der deutschen Geschichte, wenn auch Protagonisten der heutigen Zeit in ihm einen Terroristen sehen würden. Dass in diesem Fall kein Terrorist, sondern ein resoluter und nachdenklicher Mensch den Weg der Tat beschritt, ist aus heutiger Sicht nur als positiv zu bewerten. Im Gegensatz zum "Volk", das später keine Ahnung von den Terrorakten der Nazis geahbt haben wollte, erkannte er sehr früh, wohin die Reise geht.

Der Film klärt auf und zeigt sein Leben und seine Wut über den Nationalsozialismus.

Als man bei ihm eine Karte des Anschlagsortes und Sprengzünder findet, wird er dem Chef der Kripo im Reichssicherheitshauptamt Arthur Nebe (Burghart Klaußner) und dem Gestapochef Heinrich Müller (Johann von Bülow) zum Verhör überstellt. Von ihnen erfährt Elser, dass sein Vorhaben gescheitert ist - dass der Mann, den er töten wollte, um das Blutvergießen des gerade begonnen Weltkriegs zu verhindern, den Bürgerbräukeller 13 Minuten vor der Explosion verlassen hat. Tagelang wird Elser von Nebe und Müller verhört, tagelang hält er ihren Fragen stand. Bis er schließlich gesteht - und die Geschichte seiner Tat schildert.

So erinnert sich Elser, wie der Nationalsozialismus langsam in seinem Heimatdorf metastasierte. Wie er versuchte, sich gemeinsam mit seinem besten Freund Josef Schurr (David Zimmerschied) und wenigen anderen dagegen zu stellen. Wie er Elsa (Katharina Schüttler) kennen lernte, sich in sie verliebte, sich wegen seiner Pläne aber von ihr, seinen Freunden und seiner Familie abwenden musste. Und wie er schließlich handelte - wie er die Bombe baute und am Anschlagsort in nächtelanger Arbeit einbaute. Er, der seine Tat ganz allein beging, wie er Nebe und Müller immer wieder beschwört, die ihn foltern, um Hintermänner zu finden. Nach den Verhören kommt er in die KZs Sachsenhausen und Dachau - wo Georg Elser schließlich auf Befehl Hitlers am 9. April 1945 ermordet wird. Nur wenige Tage vor Ende des Weltkriegs.

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Peter Hoffmann

Redakteur

Webseite: supertext.net
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