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Schnelle Eingreiftruppe der
Bundeswehr für Afghanistan
Ab Mitte des Jahres 2008 sollen 200 deutsche Soldatinnen und Soldaten in der
Nord-Region des Landes den abziehenden norwegischen Verband ablösen. Damit
entspricht die Bundesregierung einer Bitte der Nato.
"Wir sind in Afghanistan auf einem erfolgreichen Weg", unterstrich
Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung bei Bekanntgabe der
Entscheidung in Berlin.
Bundesverteidigungsminister Jung zum Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan als
Audio-Datei
Jung betonte:, deshalb dürfe die Sicherheitslage im Norden des Landes ab
Mitte 2008 nicht wegen einer militärischen Lücke gefährdet werden. Daher
werde die Bundeswehr die bislang von 250 norwegischen Soldatinnen und
Soldaten erfüllten Aufgaben übernehmen.
Die genaue Planung der Aufgabe sei bereits in Vorbereitung. Die
deutsche Einheit werde voraussichtlich rund 200 Männer und Frauen umfassen.
Schweres Gerät, wie etwa Hubschrauber und Schützenpanzer, seien ohnehin
schon im Stützpunkt Mazar-e-Sharif vorhanden.
"Schützen, helfen, vermitteln und kämpfen", so umschrieb der Minister die
Aufgaben deutscher Soldaten im internationalen Isaf-Einsatz. Das Mandat des
Deutschen Bundestages deckt den Einsatz in der Nord-Region ab. Zu den
Aufgaben der so genannten taktischen Reserve gehören Patrouillen und die
Absicherung von Veranstaltungen. Aber die Soldatinnen und Soldaten gehen
genauso gegen gegnerische militärische Kräfte vor.
"Wenn Freunde in Not sind, werden wir sie unterstützen", bestätigte der
Minister. Einsätze außerhalb der Nord-Region fänden aber nur im
Ausnahmefall, zeitlich befristet und mit seiner Genehmigung statt.
Kartenmaterial Afghanistan
Afghanistan
im Überblick: Provinzen, Topographie, Volksgruppen, Straßennetz, Isaf,
Kundus
(Quelle: Bundespresseamt) |