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"Aischgründer
Bierstrasse" - Frankens Bier-Eldorado für Individualisten, Pärchen und Gruppen
Bier,
ein gefärbtes Wasser mit einigen Prozenten Alkohol und wenigen Zutaten nach dem
Bayerischen Reinheitsgebot (Wasser, Hopfen, Malz, und Hefe), ist ein
altbewährtes, historisches Getränk und Nahrungsmittel.
Die erste bekannte Biernation waren die Babylonier, die schon vor etwa 5000
Jahren die Kunst des Bierbrauens beherrschten. Eine Legende erzählt bereits vor
7000 Jahren v. Chr. von einer schönen Jungfrau „Berenike“, die durch Zufall
Erfinderin des Bier wurde.
In Bayern nahmen sich Mönche im 8. Jahrhundert n. Chr. des Brauwesens an und
begründeten die bayerische und fränkische Biertradition.
Das wichtigste Datum in der Geschichte des Bieres ist zweifellos der Erlass des
Reinheitsgebotes im Jahre 1516 durch Herzog Wilhelm IV. von Bayern. Es besagt,
dass Bier nur aus Gerste, Hopfen und Wasser gebraut werden darf.
<b>Deutsches Reinheitsgebot für Bier
nicht nur in Deutschland</b>
<table width=300><tr><td width=300>Das vom bayerischen Herzog Wilhelm IV. im
April 1516 erlassene Reinheitsgebot für Bier hat folgenden Wortlaut:
Wie das Bier im Sommer und Winter auf dem Land ausgeschenkt und gebraut werden
soll. Wir verordnen, setzen und wollen mit dem Rat unserer Landschaft, daß
forthin überall im fürstentum Bayern sowohl auf dem lande wie auch in unseren
Städten und Märkten, die kein besondere Ordnung dafür haben, von Michaeli bis
Georgi ein Maß (bayerische = 1,069 Liter) oder ein Kopf (halbkugelförmiges
Geschirr für Flüssigkeiten = nicht ganz eine Maß) Bier für nicht mehr als einen
Pfennig Münchener Währung und von Georgi bis Michaeli die Maß für nicht mehr als
zwei Pfennig derselben Währung, der Kopf für nicht mehr als drei Heller (Heller
= gewöhnlich ein halber Pfennig) bei Androhung unten angeführter Strafe gegeben
und ausgeschenkt werden soll.
Wo aber einer nicht Märzen-, sondern anderes Bier brauen oder sonst wie haben
würde, soll er es keineswegs höher als um einen Pfennig die Maß ausschenken und
verkaufen. Ganz besonders wollen wir, dass forthin allenthalben in unseren
Städten, Märkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stücke als allein
Gersten, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen. Wer diese
unsere Anordnung wissentlich übertritt und nicht einhält, dem soll von seiner
Gerichtsobrigkeit zur Strafe dieses Fass Bier, so oft es vorkommt,
unnachsichtlich weggenommen werden.
Wo jedoch ein Gauwirt von einem Bierbräu in unseren Städten, Märkten oder auf
dem Lande einen, zwei oder drei Eimer (= enthält 60 Maß) Bier kauft und wieder
ausschenkt an das gemeine Bauernvolk, soll ihm allein und sonst niemandem
erlaubt und unverboten sein, die Maß oder den Kopf Bier um einen Heller teurer
als oben vorgeschrieben ist, zu geben und auszuschenken.
Gegeben von Wilhelm IV.
Herzog in Bayern
am Georgitag zu
Ingolstadt Anno 1516
</td></tr></table>
Das Reinheitsgebot von 1516 ist somit die älteste, noch heute gültige
lebensmittelrechtliche Vorschrift der Welt, somit ein Zeichen dafür, dass seit
über 5 Jahrhunderten die Qualität des Bieres uns Deutschen besonders am Herzen
liegt.
<b>Tag des Deutschen Bieres</b>
Traditionell steht in Deutschland deshalb der 23. April in jedem Jahr ganz im
Zeichen des Bieres. Dieses älteste Lebensmittelgesetz der Welt feiern die
deutschen Brauer Jahr für Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen und Festen im
ganzen Land.
Dabei
gibt es für alle Bierfans viel zu erleben: Ob Sie mit den Brauern auf
Ballonfahrt in die Lüfte gehen, sich fachkundig durch eine Brauerei führen
lassen oder ganz einfach eine neue Biersorte probieren - an diesem Frühlingstag
ist bierige Abwechslung auf jeden Fall garantiert!
In der Bundesrepublik Deutschland findet
das Reinheitsgebot seine rechtliche Begründung im Biersteuergesetz. Auch hierin
ist festgelegt, dass zur Bereitung von Bier nur Hopfen, Malz, Wasser und Hefe
verwendet werden dürfen (=absolutes Reinheitsgebot). Darüber hinaus ist im
Biersteuergesetz aber auch der Verkehr mit Bier geregelt (§ 10). Danach dürfen
unter der Bezeichnung Bier nur solche Getränke in Verkehr gebracht werden, die
gegoren sind und den Bestimmungen des § 9 Biersteuergesetz entsprechen.
Doch die Kunst des Bierbrauens ist keine Geheimwissenschaft, wohl hat aber jeder
Brauer hier sein Geheim- und Erfolgsrezept. Bier gibt es in verschiedenen
Stärken, mit den verschiedensten Farben und Namen und jeweilig verschiedenem
Geschmack. Bierkenner spüren ihn sofort, den Unterschied, zwischen einem
altbayrischen oder fränkischen Bier, zwischen einem norddeutschen oder gar
ausländischen Bier.
Durch die Vielfalt der früher ungezählten kleinen Hausbrauereien hat Franken
auch heute noch eine bunte
Bierlandschaft.
<b>Bier das Flüssige Brot</b>
Bier ist nicht nur ein Getränk, man sagt, es sei auch „flüssiges Brot“. Bier in
Maßen - nicht in Massen- getrunken ist bekömmlich! Biertrinker saufen nicht, nur
belastete Menschen sind gefährdet. Bier mit seinem Alkoholgehalt ist ein Getränk
für vernünftige Menschen. Es gibt stille Zecher und es gibt laute. Bier paßt gut
zur Geselligkeit, durch Unvernunft kann es diese aber auch zerstören. Die
Individualität der Menschen und Ihre Charaktere treten hier oft zutage.
<b>Biervielfalt in Franken</b>
Die Biervielfalt wird besonders an der „Aischgründer Bierstraße“, gelebt.
<b>Die Aischgründer Bierstraße im Steigerwald</b>
Frauen
und Männer aller Altersgruppen schmeckt das Bier – das ist unumstritten. Aber
nicht nur zum Durstlöschen dient der Gerstensaft, sondern Bier ist und bleibt
ein Genussmittel und ein Stück weit gelebte Tradition. Können Sie sich etwa eine
Schweinshaxe oder ein „Schäuferla“ ohne ein Glas Bier vorstellen, bei uns in
Franken schier unmöglich.
In Franken sind - was Bier betrifft – eh was ganz besonderes, trifft man doch
bei uns auf die größte Brauereivielfalt der WELT!
Und im Herzen – da wo Ober- Unter- und Mittelfranken zusammentreffen, da liegt
der im Steigerwald die Aischgründer Bierstraße, eingebettet zwischen Bamberg und
Rothenburg o.d.Tauber, und blickt, was das Bier und seine Braukunst betrifft,
auf eine lange Tradition zurück. So wird bereits seit 1639 im Aischgrund
nach dem Deutschen Reinheitsgebot der süffige Gerstensaft gebraut und daher ist
die fränkische Brautradition eng verwachsen mit der Kultur und Geschichte dieser
liebenswerten Region in Franken.
Lassen Sie sich von den acht fränkischen Familienbrauereien das Bier schmecken,
jeder Betrieb hat so seine besondere Spezialität und seinen individuellen
Geschmack.
<b>Von Malzputz und Würze-Berieselungs-Kühler</b>
Zwei
fränkische Museen zählen zu den Großen in Bayern: das Brauerei- und
Büttnerei-Museum in Bayreuth und das Fränkische Brauerei-Museum in Bamberg. Wie
der Name sagt, ist die Bayreuther Schau nicht nur den Brauern gewidmet, sondern
auch ihren Kollegen, den Fassmachern. Im einstigen Stammhaus der Brauerfamilie -
einem über 100 Jahre alten Backstein-Industriebau - entdecken die Besucher unter
anderem ein komplettes Sudhaus aus dem Jahr 1887 und eine originalgetreu
nachgestellte Büttner-Werkstatt.
Sie lernen die Malzputze kennen, eine mechanische Anlage zur Reinigung des
Malzes. Und sie erfahren, wie früher Brauereien mit Dampfmaschinen betrieben
wurden, kraftvollen Ungetümen mit riesigen Schwung- und Antriebsrädern.
Sammlerherzen schlagen höher beim Anblick der Gläserschau und der Ausstellung
von mehr als 400 Brauereischildern und Bier-Werbetafeln.
In Bamberg erwarten die Besucher in historischen Kreuzgewölben auf dem
Michaelsberg rund 1.000 Exponate. Der Rundgang führt durch Sud- und Kühlhaus,
Gär-, Lager und Filterkeller, Flaschen- und Fassabfüllung, Eiskeller, Mälzerei-
und Büttnereiabteilung. Hier erfährt man zum Beispiel, was ein
Würze-Berieselungs- Kühler ist, wie eine Malzdarre funktioniert und wie einst
das Bier mühevoll im Fuhrfass transportiert wurde. Zahlreiche Schaustücke
dokumentieren die Geschichte des Brauwesens in der traditionsreichen Bierstadt
Bamberg.
<b>Zum Wohlsein - mit original Museumssud!</b>
Zu
den meisten bayerischen Brauereimuseen gehören natürlich auch Wirtshäuser, in
denen sich die Besucher die regionalen Bierspezialitäten nach der theoretischen
Auseinandersetzung ganz praktisch munden lassen.
Einige Museen brauen sogar ihren eigenen Sud - darunter das fränkische Freilandmuseum in Bad Windsheim. Von Ende April bis Mitte Oktober produziert der Museums-Braumeister einmal pro Woche rund 25 Hektoliter Museumsbier und so auch am Tag des deutschen Bieres mit musikalischer Untermalung.
Das Bier im Freilandmuseum hat
Pilscharakter, ist also stärker gehopft - jedoch dunkler und etwas kräftiger
eingebraut als das klassische Pils. Serviert wird es den Besuchern nach dem
Schaubrauen in Steinkrügen. Dabei kommt natürlich nicht die Tagesproduktion zum
Ausschank - denn Bier muss bekanntlich eine Weile lagern, um bis zur Vollendung
zu reifen
Im Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim wurde dem Gerstensaft sogar eine
ganze Abteilung mit 3 Gebäuden gewidmet, in denen man noch die Braukunst nach
alter Tradition miterleben kann - ein Erlebnis für Jung und Alt.
<b>Radfahren und Bier am Aischtalradweg</b>
Der Bierradweg und der Bierwanderweg laden ihre
Gäste ein, die Region zu erkunden, mal in die Brauereien hineinzuspitzen und
sich in manchem urgemütlichen Gasthof entlang der Aischgründer Bierstraße den
köstlichen Gerstensaft schmecken zu lassen.
Ein
bisschen Bewegung hat bekanntlich noch Niemanden geschadet. Packen Sie deshalb
Ihr Rad ins Auto oder leihen Sie sich ein Rad bei Ihrem Hotel und begeben Sie
sich auf Fahrt entlang des Bierradweges zwischen Bad Windsheim und Uehlfeld.
Als Startpunkt können Sie jeden Ort wählen. Die Wegstrecke ist ca. 55 km lang,
sehr gut markiert und deshalb leicht abzuradeln.Die Fettpölsterchen verlieren
sich und Ihre Fitness zum nächsten Bierchen ist gesteigert.
Starten Sie beispielsweise in Bad Windsheim am Festplatz, östlich die Markierung
"Aischtalradweg" über Lenkersheim, vorbei an den Ipsheimer Weinbergen und Burg
Hoheneck, über Ipsheim bis Neustadt a. d. Aisch.
Hier geht es ab dem Festplatz immer den Aischgrund östlich nach Gutenstetten.
Ein lohnenswerter Abstecher ist die Fahrt nach Münchsteinach und über
Neubersbach und Haag zurück nach Gutenstetten - diese Strecke ist nur mit dem
Logo "Aischgründer Bierstraße" markiert.
Weiter geht es über Reinhardshofen (Pahres bleibt südlich liegen), vorbei an
Gerhardshofen und durch Dachsbach bis Uehlfeld. Start in umgekehrter Reihenfolge
(westlich) entsprechend der Markierung "Aischtalradweg".
Die Radkarte vom Aischtalradweg erhalten Sie beim Kreisfremdenverkehrsamt zu
5,00 €.
<b>Wandern und Bier auf dem Bierwanderweg</b>
Für Wandersleut' ist der Bierwanderweg zwischen Bad Windsheim und Uehlfeld der
Tipp um sich das Bier besonders gut schmecken zu lassen.
Starten
Sie beispielsweise in Bad Windsheim, nähe Festplatz, Ihre Wanderung auf dem
Aischtalradweg in Richtung Osten (Kläranlage) und gehen Sie ab hier entlang der
Markierung "Blaustrich" über Lenkersheim und Weimersheim bis Burg Hoheneck (bei
Ipsheim). Ab Burg Hoheneck Markierung "Gelbstrich" östlich begeben Sie sich
entlang der Aischtalhöhen bis Neustadt a. d. Aisch.
Am Festplatz sehen Sie bereits die Markierung "Aischtalradweg" die Sie bis
Gutenstetten führt. Nun die Markierung "Aischgründer Bierstraße" nördlich dem
Steinachtal bis Münchsteinach, dort halten Sie sich gen Osten und dann südlich
bis nach Reinhardshofen.
Hier erscheint wieder der Hinweis "Aischtalradweg" und führt Sie vorbei an
Pahres und Gerhardshofen durch Dachsbach bis Uehlfeld. Die Wegstrecke ist
ebenfalls ca. 50 km lang und ist auch ohne Karte leicht zu erwandern.
Wer ganz sicher gehen will, und ggf. ein Bierchen zuviel erwischt hat, erhält
die Fritsch-Wanderkarte Nr. 71 gegen Rechnung zum Preis von 7,50 € beim
Kreisfremdenverkehrsamt.
Ob Bierradweg oder Bierwanderweg: die Region ist einfach herrlich zu erkunden.
Die Brauereien und Gasthöfe mit eigener Bierproduktion und vielfach noch in
Familienbesitz haben alle ihr eigenes Bier das Sie sich einmal schmecken lassen
sollten.
<b>Bier-Erlebnistrip</b>
Für
Gruppen und Vereine bietet die Touristinformation für die
Aischgründer-Bierstrasse den Erlebnis-Trip „Bier“ (1 bis 3 Tage) mit Anzapfkurs
und ausreichend Freibier, Planwagenfahrt, Brauereiführungen und allerlei
Wissenswertes rund um den Gerstensaft.
Jedem Teilnehmer des „bierigen Ausflugs“ winkt die Ernennung zum Dr. b.c.
(bierologis causa) sofern er am Bierseminar teilgenommen hat. Aber das versteht
sich ja von selbst, sich diesen Spaß nicht entgehen zu lassen.
<a href=http://bierstrasse.t3-kundenserver02.de/index.php?id=886#>Die Karte der Aischgründer Bierstrasse erhalten Sie hier</a>
<b>Bier, Bad und Brauereien</b>
Wer es gemütlicher liebt, für den verknüpft das Angebot „Bier Bad und
Brauereien“ die Angebote zahlreichen Brauereien mit der neuen Frankentherme in
Bad Windsheim.
Das
2-3 Tagesprogramm, buchbar ab 4 Personen bringt Ihnen fränkische Brautraditon
ein Stück näher und nebenbei können Sie es sich so richtig gut gehen lassen.
Ruhe und Energie tanken in der einmaligen Saunalandschaft, in den Thermalhallen
genießen Sie die Thermal-Sole in vielfältigen Konzentrationen oder Sie lassen
Sie sich in der Wellness-Oase verwöhnen.
Einmalig ist der große Salzsee im Außenbereich der Frankentherme.
Quietschvergnügt im „Toten Meer“ – Schweben und sich treiben lassen. Salz pur
mit der Krauft aus Jahrmillionen für Ihre Gesundheit. 750 m² mit 26,9 % Sole und
ganzjährig beheizt. Die Atmosphäre des „Toten Meeres“ – einzigartig in Europa.
Abschalten von der Hektik des Alltags, mit allen Sinnen genießen, über Gott und
die Welt reden - und das am besten bei einem frisch gezapften Glas Bier - an der
Aischgründer Bierstraße fühlt man sich wohl - Schauen Sie doch mal vorbei.
<b>Wie kommt der Schaum aufs Bier?</b>
Wer viel radelt oder wandert kommt auch in's sinieren und fragt sich vielleicht,
wie der Schaum eigentlich auf das Bier kommt.
Ein natürlicher Prozess erklärt das Phänomen
Der
feinporige weiße Schaum gehört zum Bier wie die Krone zum König. Der Schaumkrone
verdankt das Bier seine verlockende, appetitliche Frische. So ist die Zeit, die
sich das zarte Schaumgebilde auf dem Bier hält, ein wichtiges Kriterium für die
Qualität des beliebten Getränkes. Auch die Schaumbildung, das heißt die Höhe und
Festigkeit des Schaums nach dem Einschenken, dient zur Beurteilung der
Bierqualität. Dabei ist eine schöne Krone nicht das Produkt von chemischen
Beigaben, jedenfalls nicht bei den Bieren, die nach dem Reinheitsgebot gebraut
wurden. Der Vorgang, durch den der Schaum aufs Bier kommt, ist ein Stück Natur
pur.
<b>Bier schäumt nicht vor Wut</b>
Im Gärprozess wandelt die Hefe den in der Bierwürze enthaltenen Malzzucker in
Alkohol und Kohlensäure um. Die jetzt im Bier gelöste Kohlensäure ist in erster
Linie verantwortlich für die Entstehung des Bierschaums. Je wärmer das Bier ist,
desto schneller perlt die Kohlensäure aus dem Bier. Zu kaltes Bier schäumt zu
wenig, zu warmes schäumt zu stark. Die Temperatur des eingeschenkten Bieres
sollte deshalb zwischen sieben und neun Grad liegen.
In dem Moment, in dem das Bier ins Glas eingeschenkt wird, entbindet sich die
Kohlensäure. Das hat zwei Gründe: Zum einen fällt der Gegendruck weg, der beim
Abfüllen in Fass oder Flasche aufgebaut wurde. Zum anderen trifft das Bier auf
die Glaswände. Je stärker dies passiert, desto stärker schäumt das Bier.
Trifft das Bier schräg aufs Glas, sind die
Kräfte geringer, als wenn es direkt auf den Glasboden trifft. Hält man das Glas
beim Einschenken schräg, schäumt das Bier deshalb weniger stark.
Da
die Kohlensäure nun in einen gasförmigen Zustand übergegangen ist, steigen beim
Einschenken unzählige feine Bläschen an die Oberfläche. Auf ihrem Weg nach oben
lagern sich an der Oberfläche der Kohlensäurenbläschen Moleküle an - vor allem
Eiweiß, das aus der Gerste bzw. dem Weizen stammt. Dadurch bilden sich
elastische Häutchen um die Bläschen. Zudem reißen die Bläschen Luft und
Flüssigkeit mit nach
oben. Dieses Gemisch setzt sich an der Oberfläche des Bieres ab und bildet den
sahnigen weißen Bierschaum, den der Kenner so sehr liebt.
Leider verschwindet auch die schönste Schaum-Herrlichkeit wieder. Und zwar dann,
wenn das Bier aus den Räumen zwischen den Bläschen und aus den inzwischen
geplatzten Blasen selbst wieder zurückfließt. Dieser Vorgang wird durch die
natürliche Verdunstung an der Oberfläche gefördert. Für die Haltbarkeit des
Schaums sorgen vor allem die Bitterstoffe des Hopfens. Sie ermöglichen es, dass
die Kohlensäure- Eiweißbläschen miteinander reagieren und Komplexe bilden -
quasi aneinander haften -, sodass die Bläschen nicht so schnell zerplatzen.
<b>6 Millionen Deutsche können nicht irren</b>
Insgesamt
trinken sechs Millionen Deutsche mindestens einmal im Monat eine solche
Bierspezialität, 17 Millionen probieren gern mal neue Marken oder Sorten aus.
Beim Biergenuss steht für einen Großteil der Bevölkerung auch weiterhin die
Qualität des Getränks im Vordergrund: Rund 52 Millionen Deutsche (82 Prozent)
stimmen der Aussage zu, dass das Reinheitsgebot für Bier in Deutschland
unbedingt erhalten bleiben sollte, auch wenn Bier dadurch teurer werde.
Das sind Ergebnisse der repräsentativen Studie stern TrendProfile zum Thema
„Bier“, für die 2.000 Personen ab 14 Jahren befragt wurden.
<b>Macht Bier dick?</b>
Gleich
vorweg gesagt: Bier macht nicht dick.
Der "Bierbauch" ist ein Mythos. Bier macht nicht dick, denn es hat nach Wasser
und Tee die wenigsten Kalorien. Eine tschechische Studie stellte fest:
Männlicher Biergenuss hat nichts zu tun mit dem Leibesumfang.
Und Frauen, die moderat Bier trinken, sind im
Durchschnitt sogar etwas dünner als ihre abstinent lebenden
Geschlechtsgenossinnen. Adieu, Mythos Bierbauch...
<b>Kalorien im Vergleich</b>
Ein
Blick auf die Kalorientabelle zeigt den Unterschied: Bier enthält mit 76
Kilokalorien (kcal) pro 200 ml weniger Kalorien als Apfelsaft (96 kcal). Auch
Milch ist kalorienreicher (136 kcal), und Rotwein sowieso: Im Rotwein stecken
mit 148 kcal doppelt so viele Kalorien wie im Bier. Vergleicht man flüssige mit
fester Nahrung, wird die Sache noch deutlicher: Eine einfache Scheibe Roggenbrot
mit Butter und Mortadella bringt es mit 357 kcal auf mehr als das Vierfache
eines Glases Bier.
Das Bier mit seiner geringen Kalorienzahl ist also nicht verantwortlich für
gewisse Leibesfüllen. Da heißt es wohl tatsächlich Abschied zu nehmen von einer
guten alten Legende.
*"Beer and Obesity: A cross-sectional Study", Bobak, Skodova, Marmot. European
Journal of Clinical
Nutrition (2003)57, 1250-1253
<b>Maßvoller Genuß</b>
Maßvolle Biertrinker bekommen seltener einen Herzinfarkt. Der im Bier enthaltene
Alkohol spült
überschüssiges Cholesterin aus Zellen und Blutgefäßen und verringert so die
Gefahr von Bluthochdruck und
die Bildung von Blutgerinnseln.
<b>Deutsche Studie sagt: Bier ist gesund</b>
Wer maßvoll Bier trinkt, schützt sein Herz und senkt die Risikofaktoren für
Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Zu
diesem Ergebnis kommt eine veröffentlichte Studie* des Robert Koch-Instituts in
Berlin. Das Wissenschaftlerteam um Martina Burger wertete die Blutwerte von über
7.000 gesunden Deutschen aus, die zwischen 18 und 79 Jahren alt waren.
Die wichtigsten Ergebnisse: Diejenigen, die maßvoll Alkohol tranken, hatten
wesentlich mehr HDL- Cholesterin im Blut als Abstinenzler. Das HDL- oder "gute"
Cholesterin schützt die Gefäßwände vor Fettablagerungen. Gleichzeitig sanken bei
Alkoholtrinkern die Fibrinogen-Werte, wodurch das Risiko von Gefäßverschlüssen
verringert wird. Fibrinnetze (eine Art "Klebstoff der Natur") können Blutgefäße
verstopfen und einen Herzinfakt oder Schlaganfall auslösen.
Als weiterer Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz gilt
Homocystein. Auch diese Aminosäure war im Blut von denjenigen, die maßvoll
Alkohol tranken, in einer verringerten Konzentration zu finden.
Als die Forscher jedoch die Art des Alkohols genauer unter die Lupe nahmen,
machten sie eine erstaunliche Entdeckung: Nur wer Bier trank, hatte einen
geringeren Homocystein-Spiegel. Dies könnte mit den B- Vitaminen – vor allem
Folsäure, einem natürlichen Homocystein-Stopper – zusammenhängen, die im Bier in
hoher Konzentration zu finden sind.
* Burger M et al., Alkohol consumption and its relation to cardiovascular risk
factors in Germany, European Journal of Clinical Nutrition (2004) 58, 605-614
<b>Auf in's Wirtshaus zum Bierschmaus</b>
Wirtshaus- und Bierkultur sind in Bayern nicht
zu trennen. Mancherorts findet man noch Traditionswirtshäuser, in denen die
Krüge der Stammgäste an hölzernen Haken verwahrt werden, bis ihre Besitzer
kommen und mit einer gepflegten „Halben“ den Tag ausklingen lassen. In der Regel
treffen sich Krug und Besitzer täglich – ganz im Sinne der modernen
Gesundheitsforschung, die Männern einen und Frauen einen halben Liter Bier pro
Tag durchaus empfiehlt!
Wirtshausbier
wurde früher nicht nur im Wirtshaus getrunken. Oft schickten die Väter ihre
Kinder über die Gasse, um beim Wirt einen Krug Bier zu holen. Auch diese
Tradition führen Wirte – in veränderter Form – weiter. Immer mehr
Brauwirtschaften bieten heute z. B. große Bügelflaschen an, die ihre Gäste immer
wieder auffüllen lassen können: eine originelle Partyidee und ein schönes
Souvenir aus Bayern!
Wer sich auf eine Schlemmerreise durch Franken begibt, kommt auf keinen Fall am
– neben dem – Wein liebsten Getränk der Franken vorbei: das Bier.
Von jeher in Franken mit seiner Vielfalt großer und kleiner Brauereien eine
beliebte Spezialität – sorgt im Winter für süffigen Geschmack der Extraklasse.
<b>Als Gruppe von Brauerei zu Brauerei</b>
Nach so viel individueller Gesundheit soll der Gruppenspaß nicht zu kurz kommen.
Gruppen, die einmal so richtig Spaß suchen, empfehlen wir die
Pferdeplanwagenfahrt auf der Aischgründer Bierstrasse im Steigerwald.
Mit zwei Pferdeplanwagen fahren Sie von einer Zapfsäule zur nächsten und lernen
die süffigen Biere in entspannter und in lustiger Runde einmal so richtig
kennen.
Im
Gegensatz zu den diversen anderen Ferienstrassen und Gebieten steht hier der
Spaß im Vordergrund und zu lernen gibt es dort durch den Geschäftsführer Horst
Graf so einiges an Anekdoten und Geschichten rund um das fränkische Bier.
Natürlich fehlt auch ein Schnapserl auf dem Planwagen nicht und wenn Sie etwas
Glück haben, erzählt Ihnen der Kutscher Witze bis Sie aus dem Lachen nicht mehr
herauskommen.
Lernen Sie die Aischgründer Bierstraße erholsam durch eine herrliche
Wanderstrecke, gesundheitsfördernd auf dem gut ausgebauten Radweg, nostalgisch
per Pferdekutsche oder etwas schneller mit dem PKW oder Omnibus kennen - immer
werden Sie begeistert sein!
Die Aischgründer Bierstrasse der Tipp der Redaktion.
Weitere Informationen, Kartenmaterial und Pauschalangebote erhalten Sie von der
Arbeitsgemeinschaft Aischgründer Bierstraße, Hauptstraße 1, 91443 Scheinfeld,
Telefon 09162/124-24, Telefax 09162/124-33, info@bierstrasse.de
http://www.bierstrasse.de
<b>Links zur Aischgründer Bierstrasse:</b>
<a href=www.hopfenmuseum.de target=_blank>Deutsches Hopfenmuseum</b>
<a href=http://steigerwald.org</a>
<a href=http://bierstrasse.t3-kundenserver02.de/index.php?id=944>Brauerei
Windshammer</a>
<a href=http://bierstrasse.t3-kundenserver02.de/index.php?id=945>Bad Windsheimer
Bürgerbräu</a>
<a href=http://bierstrasse.t3-kundenserver02.de/index.php?id=946>Brauhaus
Döbler</a>
<a href=http://bierstrasse.t3-kundenserver02.de/index.php?id=950>Privatbrauerei
Hofmann KG</a>
<a href=http://bierstrasse.t3-kundenserver02.de/index.php?id=948>Hausbrauerei
Kohlenmühle</a>
<a href=http://bierstrasse.t3-kundenserver02.de/index.php?id=947>Brauerei
Loscher</a>
<a
href=http://bierstrasse.t3-kundenserver02.de/index.php?id=949>Brauerei-Gasthof
Prechtel</a>
<a href=http://bierstrasse.t3-kundenserver02.de/index.php?id=950>Brauerei
Zwanzger</a>
Cartoon: Dieter Hanitzsch
Fotos: GfÖ, Aischgründer Bierstrasse, Deutscher Brauer-Bund e.V.
Quellen: Aischgründer Bierstrasse, Deutscher Brauerbund