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Krieg erzeugt Flüchtlinge - Wissen erzeugt Frieden

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Deutschland auf dem Weg in den Angriffskrieg?

Wie sagte Malala Yousafzai: "Wenn ihr den Krieg beenden wollt, sendet Bücher statt Waffen, Stifte statt Panzer und Lehrer statt Soldaten" und doch geht die deutsche Bundesregierung wieder einen kriegerischen Weg, der im Desaster münden wird. Die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wird ab sofort zur Angriffsministerin und missachtet wissentlich die UN Menschenrechtscharta.

Denn obwohl kein UN Mandat für einen Angriffskrieg in Syrien vorliegt, wird sich nun nach einem aktuellen Beschluss der Bundesregierung, Deutschland am Angriffskrieg gegen Syrien und den IS beteiligen. Noch fehlt ein Mehrheitsbeschluß des Bundestages. Es ist allerdings wegen der Machtverhältnisse im Bundestag zu erwarten, dass sich die Regierung mit ihrem Beschluss durchsetzt und nun den Weg der kriegerischen Auseinandersetzung frei wird

Es wird nicht nach Alternativen gesucht. Es wird der Weg des geringsten Widerstands gefunden und dieser sorgt für Gewinne in der deutschen Rüstingsindustrie. Gleichzeitig wird damit der zum scheitern verurteilte Versuch unternommen, die Flüchtlingsankünfte in Deutschland zu vermindern, als würde es weniger Flüchtlinge geben, wenn Bomben und Raketen fallen.

Weiterhin wird Saudi Arabien, ein Drahtzieher des IS, hofiert und erhält Waffenlieferungen aus Deutschland. Die Türkei, ebenfalls ein Förderer des IS, wird nun ebenfalls hofiert und alle despotischen und undemokratischen Aktionen des Regimes Erdogan (Verhaftung von Oppositionellen und Journalisten) werden sanktioniert und nicht mehr kritisiert. Ein Pakt mit dem Teufel? Das positive Aussenbild Deutschlands bei der Flüchtlingsaufnahme wird nun in die andere, falsche Richtigung gelenkt.

Nur wer Bildung ermöglicht und Wissen fördert wird auf lange Sicht gewinnen. Denn der IS kann sich nur dann in den Köpfen von Verblendeten Jugendlichen halten, solange diese keine Bildung erhalten. So, wie es keinen Kampf der Kulturen und Religionen gibt, sondern einen Kampf zwischen Arm und Reich.

Billionen von Dollar und Euro werden jährlich für den Kampf gegen den Terror ausgegeben. Milliarden davon werden für die Überwachung der Bürger verwendet und die Ursachen bleiben weiterhin unberührt. Der Flüchtling ist schuld. Er ist schuld, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht. Er ist schuld, dass der Staat sich vor der Verantwortung drücken kann und Freiwillige sich der Flüchtlinge annehmen müssen. Er ist schuld, dass "Tafeln" den Armen in der Gesellschaft mit Brot und Kleidung in einem Industrieland helfen müssen. Er ist schuld, dass Krieg und Terror Europa erreichen. Er ist überhaupt an allem schuld.

Pegida Demonstranten glauben all das und hinterfragen nicht einmal, ob es die Schuld der Regierungen ist, die mit ihrer Politik dafür sorgen, dass Krieg und Terror finanziert werden, dass monotoistische Religionen weiterhin in der Öffentlichkeit ihre Auseinandersetzungen führen können, dass Unrecht nicht durch den Flüchtling entsteht, sondern durch eine neoliberale Wirtschaftsform, sprich Kapitalismus, die selbst den Hartz IV Empfänger als Feind und Schmarotzer betrachtet und den Kriegs- und Wirtschaftsflüchtling als das schlimmere Übel ansieht, als den Steuerflüchtling, der das Gemeinwesen für seine egoistischen Zwecke ausnimmt, wie eine Weihnachtsgans.

Solange kein Politiker Malala Yousafzai ernst nimmt, solange wird die kriegerische Auseinandersetzung zum Wohle einiger Wenigen fortgesetzt. 

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Gerd Bruckner

Chefredakteur

 

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